Bekassine (Gallinago gallinago)
Sumpfschnepfe, Himmelsziege
 
Merkmale
27 cm lang, etwa drosselgroß.
Längsgestreifte Kopfzeichnung, Rücken rostbraun mit hellen Längsstreifen, kurzer Hals, kurze Beine aber langer Schnabel.
Ruft im Frühling vom Boden oder einem Pfahl aus "tüke-tüke..." und "djugg-djugg...", fliegt außerhalb der Brutzeit bei Annäherung wie ein Geschoss und Haken schlagend auf, wobei sie fast immer nasal "ätsch" ruft.
 
Lebensraum
Die Bekassine wird zu den sogenannten „Wiesenvögeln“ gezählt. Mit der Trockenlegung der Moore sind die ursprünglichen Biotope der Bekassine bei uns verschwunden, aber die Art hat in der durch menschliche Nutzung entstandenen Feuchtwiesen-Landschaft einen neuen Lebensraum gefunden. Sie bevorzugt dabei sehr nasse Bereiche mit kleinen Wasser- und Schlammflächen und einer lückigen, Deckung bietenden Vegetation. Sie ist daher vor allem in Binsenbeständen und Seggenriedern zu finden. Auch feuchte bis nasse Staudenbrachen z.B. im Bereich von „Blänken“ können besiedelt werden. Die Bekassine ist ein Bodenbrüter und stochert im weichen Boden nach Nahrung. Wenn Junge geführt werden, nimmt die Bekassine gerne Weidepfähle als Sitzwarten an und kann so Gefahren durch Feinde schneller erkennen.
Der Bekassine kann vor allem durch eine großflächige Wiedervernässung von Wiesen geholfen werden. Durch die Neuanlage von flachen Gewässern („Blänken“) in geeigneten Flächen können Rast- und evtl. auch neue Brutgebiete geschaffen werden. Im Zuge der Renaturierung oder Neuanlage von Gewässern (z.B. Sandabgrabungen, Flußrenaturierungen) sollten Flachwasserzonen geschaffen werden, in denen sich Seggenbestände und Binsen ansiedeln können.
Brutvorkommen im nördlichen Emsland:
Deichvorland Tunxdorf/Rhede (1-2)
Leher Wiesen (1-3)
Ferner kehrt die Bekassine in die wiedervernässten Moore zurück, während sie in den Feuchtwiesen zunehmend verschwindet.
 
Fortpflanzung
Den Namen Himmelsziege hat die Bekassine erhalten, da das Männchen ein »meckerndes« Geräusch im Balzflug verursacht. Diese Geräusche werden durch die abgespreizten Stoßfedern beim Sturzflug hervorgerufen. Indessen sitzt das Weibchen am Boden und beoabachtet die Flugakrobatik des Männchens. Das Nest ist lediglich eine Mulde im zusammenhängenden Graswuchs oder in einem Seggenbüschel und mit trockenem Material aus der Umgebung ausgepolstert. Die Eiablage erfolgt von Ende März bis Ende Juli. Das Weibchen brütet innerhalb von 19 bis 21 Tagen die graugrünen bis gelbbraunen Eier aus, die dunkelbraun gefleckt sind. Die Jungen laufen sofort nach dem Schlüpfen und Abtrocknen im Pflanzenwuchs der Umgebung umher, wobei ein Teil von ihnen vom Vater, der andere von der Mutter betreut wird. Im Alter von 3 Wochen fliegen die Jungen schon herum, mit 5 Wochen sind sie erwachsen.
 
Nahrung
Hauptbestandteil der Nahrung sind Würmer, sehr oft Egel, aber auch Insekten, kleine Weichtiere und Krustentiere.
 
Wanderungen
Die Heimat der Bekassine sind Eurasien, außer der südlichen Gebiete, und die nördlichen Gebiete Nordamerikas. Der Herbstzug dauert von August bis Oktober. Die Rückkehr in die Heimat erfolgt im März und April. Die Winterplätze der europäischen Vögel erstrecken sich von Westeuropa über den Mittelmeerraum bis nach Nordafrika.

Nächste Termine:

19.1.2012 20:00 Uhr
Monatlicher Treff in der
Gaststätte Roskamp
Hauptkanal li. 30

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